• Saubere Städte mit „CityTree“ – Deutsches Unternehmen nutzt Hongkong als Sprungbrett

    Vier Jungunternehmer aus Deutschland stecken hinter der Technologie „CityTree“, einem natürlichen Luftfilter, der die Feinstaubbelastung in Städten um bis zu 30 Prozent verringern kann.

    BildDiese Technologie wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren in Berlin und Dresden entwickelt und mit der Gründung von Green City Solutions 2014 in den Markt gebracht. Die mehrfach prämierten Unternehmer hinter dem Clean-Technology-Startup erzielten ihren Durchbruch dann Ende 2015. Damals wurde Green City Solutions in das Inkubatoren-Programm für erfolgversprechende Technologie-Startups in Hongkong vom weltweit agierenden Autohersteller Infiniti und der lokalen Risikokapitalgesellschaft NEST Hong Kong aufgenommen.

    Nach dem 12-wöchigen Programm präsentierten sich die Geschäftspartner erfolgreich den Investoren auf dem Demo Day im Dezember. Derzeit befinden sie sich in Verhandlungen mit interessierten Investoren. Ziel ist es, 1,7 Millionen USD Startkapital zu sammeln. Bis das Unternehmen ein eigenes Büro in der Stadt gefunden hat, arbeitet Green City Solutions in einem Gebäude zusammen mit weiteren Start-ups des Swire Properties Blueprint-Inkubatoren-Programms in Quarry Bay in Hongkong.

    Laut CEO Dénes Honus, ein ausgebildeter Architekt, hatten die Jungunternehmer schon immer die Absicht, den asiatischen Markt zu erschließen, aber hielten es für schwierig, dort einen Fuß in die Tür zu bekommen.

    „Wir wussten zwar, dass das Marktpotenzial in Asien um einiges größer ist als in Europa, aber die Risiken, mit denen besonders kleine Unternehmen konfrontiert werden, machten uns Sorge“, so Honus. „Die Möglichkeit, an einem Förderprogramm in Hongkong teilzunehmen, war eine prima Chance. Es bot uns ein sicheres Umfeld, um nicht nur auf dem chinesischen Festland, sondern auch in anderen asiatischen Märkten Fuß zu fassen. Außerdem konnten wir so geeignete Investoren finden, die das Potenzial in unseren Ideen sehen und uns per Fundraising und Networking unterstützen wollen.“

    Bei „CityTree“ handelt es sich um eine Skulptur-ähnliche vertikale Installation, die mit Moos bedeckt ist und eine kosteneffektive und effiziente Lösung darstellt, die Luftqualität in Großstädten zu verbessern“, erklärt Honus. Dabei sei ein „CityTree“ so effektiv wie 275 gepflanzte Bäume, spare jedoch 95 Prozent Fläche und sei zehnmal günstiger.

    Die Mooskultur, die entwickelt wurde, um CO2 „aufzusaugen“, sei äußerst robust und könne Temperaturen bis über 50 Grad Celsius überstehen. „Unser „CityTree“ wird in Städten mit hoher Luftverschmutzung weltweit einsetzbar sein. Die Technologie kann mehr als 80 Prozent der Großstädte abdecken und funktioniert selbst dort, wo es extrem kalt ist, etwa in Moskau, genauso aber auch bei starker Luftfeuchtigkeit oder Trockenheit. Die Technologie ist einfach sehr anpassungsfähig“, erläutert Honus.

    Eingebaute Sensoren, Wasserspeicher und Solarpaneele stellen sicher, dass der „CityTree“ auf einem optimalen Level automatisch arbeitet. So belaufe sich die Wartung auf nur wenige Stunden jährlich. Zudem seien die Bäume mit einer NFC-Technologie (drahtlose Kommunikationstechnik) ausgestattet, um intelligente Werbechancen nutzen zu können.

    Neben der Reinigung der Luft speichern die „CityTrees“ umwelt- und klimarelevante Daten, einschließlich Bewegungen im Personen- und Straßenverkehr. Dies sei ein weiterer Schritt in die Richtung der „Smart Cities“, findet Honus. In Oslo, Jena und Dresden wurden die Luftfilterinstallationen bereits aufgestellt, Ende April soll der erste „CityTree“ in Hongkong vor dem Hopewell Centre in Wan Chai errichtet werden.

    Auch der „CityTree“ selbst sei nachhaltig: „Bei der Entwicklung von „CityTree“ haben wir uns darauf konzentriert, wiederverwertbares Material zu verwenden, um die CO2-Bilanz zu reduzieren. Dem CO2-Verbrauch von vier Tonnen jährlich steht eine CO2-Bindung von 240 Tonnen gegenüber.“

    Green City Solutions plane, demnächst ein Büro in Hongkong zu eröffnen. „Hongkong ist aus praktischer Sicht interessant: man kann für drei Monate ohne Visum einreisen und bekommt viel Unterstützung von der Regierung. So hilft uns InvestHK nicht nur bei der Eröffnung eines Büros, sondern auch mit finanzieller Unterstützung und lokalen Kontakten.“

    „Hongkong bietet zudem ein hervorragendes Arbeitsumfeld und es ist relativ einfach, gut ausgebildete Arbeitskräfte zu finden. Darüber hinaus ist der Schutz unseres geistigen Eigentums in Hongkong gewährleistet, was sehr wichtig ist“, betont der CEO von Green City Solutions.

    Das Unternehmen hat große Pläne und will der weltweiten Nachfrage nach „CityTree“ nachkommen. „Wir sind ein junges Startup-Unternehmen und bieten eine Biotechnologie an, die mit einer innovativen IoT-Technologie erweitert wurde. Unser Ziel ist es, diese Technologie in allen Großstädten mit großer Luftverschmutzung zu integrieren. Weil wir eine Lösung für ein drängendes Problem liefern, könnte unser Unternehmen sehr groß werden.“

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