• Wer seiner Steuererklärung in Spanien nicht fristgerecht nachkommt, den bestraft das Finanzamt mit Strafzahlungen und Aufschlägen. Der nächste Abgabetermin ist der 23. Dezember 2017.

    BildDas spanische Finanzamt setzt auf
    die Eigenverantwortlichkeit jedes
    Steuerpflichtigen und macht auch
    keine Unterschiede zwischen inländischen
    oder ausländischen Bürgern. So schickt das
    Amt keine Aufforderungen oder Mitteilun-
    gen, sondern erwartet, dass sich derjenige
    selbst über seine Pflichten und Abgabeter-
    mine informiert.

    Grundsätzlich gibt es drei Steuerklassen die
    ausländische Immobilienbesitzer betreffen:

    1) Die Gemeindesteuer, die regelmäßig in
    der zweiten Jahreshälfte von der Gemeinde
    (automatisch) berechnet wird. Darunter fällt
    die IBI (Grundsteuer) und die Müllentsor-
    gung. Die Sätze variieren von Gemeinde zu
    Gemeinde.

    2) Gefolgt von der staatlichen Steuer, die
    selbst Immobilienbesitzer trifft, die keine Ein-
    nahmen mit der Immobilie erzielen. Deut-
    sche Immobilienbesitzer zahlen 19 % vom
    letztjährigen Katasterwert x Faktor 0,011. Die
    Schweizer werden sogar mit 24 % vom Katas-
    terwert zur spanischen Kasse gebeten. Um es
    auf den Punkt zu bringen: bei einem Katas-
    terwert von 200.000 Euro fallen rund 418 Euro
    Steuer an.

    3) Die Vermögenssteuer wurde 2012 wieder
    reaktiviert, d.h für Nicht-Residente bezieht
    sich die Vermögenssteuer auf Immobilienbe-
    sitz, Bankkonten und Yachten sowie sonstige
    Vermögensgegenstände in Spanien. Diese
    Besteuerung ist gestaffelt und beträgt bis zu
    dreieinhalb Prozent, wobei ein Freibetrag von
    700.000 Euro pro Person angerechnet wird.

    In Zeiten leerer Kassen hat das spanische
    Finanzamt hat die Konsequenzen aus nicht
    eingereichten Steuererklärungen gezogen
    und fordert die nicht deklarierten Steuern
    zurück mit einer Strafgebühr von mindes-
    tens 75 Euro. Weiteres behält sich das Fi-
    nanzamt vor, Verzugszinsen und Gebühren
    zu berechnen. Das geht bis zur Pfändung
    eines bestehenden spanischen Kontos oder
    im schlimmsten Fall sogar mit einer Pfän-
    dung im Grundbuch.

    Spätestens bei dem
    Verkauf einer Immobilie steht das Finanzamt
    an erster Stelle und treibt die Steuerschulden
    ein. Es ist äußerst ratsam, die jährliche Steu-
    ererklärung fristgerecht beim spanischen
    Finanzamt einzureichen. Aufgrund der Kom-
    plexität ist es empfehlenswert einen Steuer-
    berater dafür einzuschalten.

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    Herr Daniel Pires
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    Geben Sie die spanische Steuer vor Dezember aus der Hand.

    wurde gebloggt am 26. Oktober 2017 in der Rubrik Presse - News
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