• Fujian gehört zu den sieben wohlhabendsten Küstenprovinzen des chinesischen Festlandes. Dies macht den Markt für Hongkonger Unternehmen zunehmend interessant.

    BildUnter den Teilnehmern einer Hongkonger Handelsdelegation war im Januar 2014 auch David Kuk, Corporate Director Logistics Business der Dah Chong Hong Holdings Ltd (DCH). Das Unternehmen vertreibt unter anderem Lebensmittel und ist Spezialist für den Aufbau von Kühlketten-Systemen, die man vermehrt auf dem chinesischen Festland etablieren möchte.

    Bisher hat DCH seine Basis in Xiamen und Fuzhou und liefert von dort taiwanesische Produkte in den chinesischen Markt. Neben einem Regionalbüro gibt es ein Vertriebszentrum in Xiamen mit verschiedenen Temperaturzonen für verderbliche Güter wie Früchte, Fisch und Meeresfrüchte. Die dortigen Konsumenten haben eine im Landesvergleich hohe Kaufkraft und die Region ist ein beliebtes Touristenziel. Gute Voraussetzungen, um weiterhin zu wachsen und die starke Nachfrage nach importierten Produkten zu bedienen.

    Laut Kuk sind es vor allem Nahrungsmittel wie Milchpulver, Fleisch- und Fischprodukte, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Für den Vertrieb von Milchpulver, in diesem Fall für das neuseeländische Unternehmen Fonterra, benötigt DCH jetzt nicht mehr die Unterstützung der vor Ort ansässigen Großhändler, sondern bietet alle Marketing- und Vertriebslösungen selbst an. Die Hongkonger Niederlassungen von DCH sind vor allem auf die Verpackung und den Vertrieb von qualitativ hochwertigem Fleisch, Lachs und Würstchen spezialisiert. Dieses Sortiment will DCH auch auf dem chinesischen Festland vertreiben, denn Produkte „Made in Hong Kong“ sind dort begehrt.

    Rückblickend erläutert Kuk, dass vor allem die Frage nach der idealen Logistiklösung eine der größten Herausforderungen beim Geschäftsstart in Fujian war. Eine Logistik für verschiedene Temperaturzonen sei ein Muss gewesen. Während etwa Tiefkühlkost minus 18 Grad Celsius benötigt, brauchen Obst fünf bis zehn Grad Celsius, Schokolade und Süßigkeiten 18 Grad Celsius. In Xiamen fehle diese Art der Dienstleistung bisher. „Gefrorene Lebensmittel wie Fleisch werden aufgetaut und wieder eingefroren, dies kann die Bildung von Bakterien fördern. Mit dem richtigen Logistiksystem wird die gesamte Kühlkette sichergestellt . Hinzu kommt, dass Mangel an Kühlung zu Schadensraten von bis zu 25 Prozent bei der Ware führen kann. In unserem Hongkonger Geschäft liegt die Schadensrate bei nur zwei Prozent. Aber auch das ist mir aus betriebswirtschaftlichen Gründen noch zu hoch.“

    Vor zwei Jahren entwickelte DCH gemeinsam mit der University of Hong Kong ein sogenanntes „Tracking- and Tracing-System“. Mit Hilfe der eingesetzten QR- und RFID-Technologie kann nicht nur nachvollzogen werden, woher die Lebensmittel stammen. Sie verfolgt den Umlauf der Lebensmittel vom Erzeuger bis zum Verbraucher und garantiert die Bereitstellung von Echtzeitinformationen über die Lieferkette. Dies bestätigten vor der Einführung mehrmonatige Testläufe im Pearl River Delta.

    Noch sei es schwierig, den Kunden von der Notwendigkeit der Kühlketten zu überzeugen, da der Transport zwei bis dreimal so teuer sein könne wie beim bisherigen System. Hier sieht Kuk auch Nachholbedarf seitens der Regierungsbehörden: „Die Regierungsbehörden sollten diese Logistik verpflichtend machen, da im Endeffekt die Konsumenten unter schlecht gewordener Ware leiden. Inzwischen stellen wir erfreulicherweise ein wachsendes Interesse bei den Entscheidungsträgern fest.“

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    Das 1966 gegründete Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) ist eine halbstaatliche Non-Profit-Organisation zur Förderung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen Hongkongs und verfügt über ein weltweites Netz von über 40 Niederlassungen. In Frankfurt ist das HKTDC seit über 40 Jahren ansässig, seit 2008 mit dem Regionalbüro für Europa.

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    Höhere Lebensmittelsicherheit durch neue Logistiklösungen

    wurde gebloggt am 2. April 2014 in der Rubrik Transport
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