• Eine von den Initiatoren der Website fh-rpl.de  im Jahr 2013 durchgeführte Erhebung zum Thema “Kommunikationsverhalten von Studenten” an der Ruhr-Universität in Bochum sowie an der Universität Leipzig ergab, dass die überwiegende Anzahl der an der Befragung teilgenommenen Studenten, bei mobilen Kontakten, lieber auf Prepaid-Karten zurückgreifen, als sich über Laufzeitverträge zu binden.

    An der Befragung nahmen insgesamt 400 Studenten teil, und zwar unabhängig vom Geschlecht oder Semesterstand ihrer akademischen Ausbildung. Konkret gaben 61% aller befragten Teilnehmer  an, dass sie zur mobilen Kommunikation Prepaid-Verträge nutzen, 38% bevorzugen Laufzeitverträge. Zur  Frage, welche Tarife genutzt werden, nannten 58% der Befragten Handy-Flatrates bzw. All-Net-Flatrates, die übrigen Teilnehmer nutzen zeitbasierte Handy-Tarife.

    Dieses Ergebnis ist insofern interessant, als dass eine vom Institut für Demoskopie Allensbach (www.ifd-allensbach.de/) durchgeführte Studie ein exakt gegenteiliges Ergebnis ergab: Die vom Okt. 2012 bis April 2013 unter 25.020 Personen durchgeführte Untersuchung ergab, dass 37,5% aller Smartphone-Nutzer auf Mobilfunk Prepaid-Verträge zurückgreifen, während 61% Laufzeitverträge nutzen. Auch wenn man das Ergebnis der Befragung von 400 befragten Studenten nicht als repräsentativ werten kann, erweist sich doch, dass Studierende offenbar ein ganz anderes Nutzerverhalten bei der mobilen Kommunikation an den Tag legen als die (im Regelfall) erwerbstätige Bevölkerung. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, lassen sich jedoch auf zwei Argumente herunterbrechen: 1. das dem Studenten monatlich zur Verfügung stehende Geld, 2. das Bedürfnis nach Flexibilität.

    Nach der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung durchgeführten 20. Sozialerhebung (www.sozialerhebung.de/erhebung_20/soz_20_haupt), verfügten Studierende im Jahr 2012 über ein monatliche Einkünfte von 778 Euro, wobei lediglich 32% der Studenten mit einem durchschnittlichen BAföG-Satz von 443 Euro unterstützt wurden – die restlichen Mittel wurden über Eltern bzw. Eigenverdienst eingenommen. Demgegenüber, hatten Normal-studierende 2012 monatliche Fixkosten in Höhe von 794 EUR. 33 Euro hiervon hatten die Studenten für Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren aufzuwenden.In einer derartigen Finanzsituation, so auch das Ergebnis unserer Analyse, möchten viele Studenten ihre monatlichen Fixkosten möglichst stark reduzieren. Mobilfunk-Prepaid-Verträge haben im Unterschied zu Laufzeitverträgen weder längere Vertragslaufzeiten noch monatlich zu entrichtende Grundgebühren oder nennenswerte Mindestumsätze.  Für zeitbasierte Prepaid-Tarife werden gerne diverse Prepaid-Karten (unterschiedlicher Mobilfunk-Provider) genutzt, und zwar eine Karte für günstige Mobilfunk-Gespräche und eine andere Karte für günstige Kurzmitteilungen. Handy-Flatrates werden oft nur für einzelne Netze gebucht und nach Bedarf auch gewechselt.

    Bei den Mobilfunk-Laufzeitverträgen scheuten viele Studenten einerseits die fälligen monatlichen Fixkosten, andererseits vermissten sie auch die mangelnde Flexibilität in Sachen Preis- und Leistungsanpassung. Im Gegensatz zu Erwerbstätigen, haben Studenten weder das Geld für höhere Mobilfunkrechnungen noch einen festen Lebensmittelpunkt. Der findige Student nutzt deshalb gern UMTS- oder LTE-Sticks auf Grundlage von Prepaid-Tarifen, und zwar von unterschiedlichen Netzbetreibern. Je nach Anspruch und Netzstärke werden diese volumen- oder zeitbasiert für das jeweils leistungsstärkste Datennetz eingesetzt. Handelt es sich dabei um eine All-Net-Flat, werden die darin beinhalteten Datenkontingente größtenteils auch für Textkommunikation (SMS) via der populären WhatsApp genutzt.

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    Untersuchung offenbart Kommunikationsverhalten unter Studenten

    wurde gebloggt am 16. Dezember 2013 in der Rubrik Telekommunikation
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