• Teure Windparks im Meer Die geplanten Windparks im Meer werden jeden Bundesbürger mit etwa 100 Euro im Jahr belasten. Politikern scheint dies unklar zu sein. Sie propagieren weiter den teuren Strom aus Nordsee und Ostsee als die Lösung der zukünftigen Stromversorgung.

    Fertige WKA liefert keinen Strom
    Mit großem Aufwand wurde am 10. August 2013 der Windpark Riffgat [1] nordwestlich von Borkum eingeweiht. Doch er liefert keinen Strom, denn der Anschluss an das Festland ist noch im Bau. Noch 15 km des insgesamt 50 km langen Drehstromkabels fehlen. Die Fertigstellung des Windparks musste aber dokumentiert werden, da nach dem unsozialen Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) dem Betreiber der Strom vergütet wird, den er bei einem Anschluss hätte liefern können. Bezahlen darf der Stromkunde den theoretisch lieferbaren Strom mit 6,7 Millionen Euro pro Monat. Bei diesen stolzen Einnahmen spielen die Kosten für 20.000 Liter Dieselöl monatlich, die zur Antrieb eines einzigen Generators benötigt werden, um die riesigen Windräder zu bewegen, während die salzige Seeluft die Metallteile korrodiert, für den Betreiber keine Rolle. Ohne Notstrom versagt die Technik schnell. Die Lager, die Elektronik und der aktive Korrosionsschutz sind auf Notstrom dauerhaft angewiesen.

    Teurer geht’s kaum
    Redner bei der Einweihung waren der niedersächsische Ministerpräsident Weil (SPD) und der niedersächsische Wirtschaftsminister Lies, die übereinstimmend die Fertigstellung des ersten kommerziellen Windparks in der Nordsee als wichtigen Schritt zur zukünftigen Stromversorgung lobten. Dabei sind die Windgeneratoren auf See inzwischen die bei weitem teuersten Ökostrom-Anlagen. Offshore-Strom ist teurer als Sonnenstrom, wie das Beispiel von Riffgat zeigt.

    Geschönte Modellrechnung
    Riffgat hat 500 Millionen Euro gekostet. Die installierte Leistung beträgt 100 Megawatt (MW). Diese Leistung wird nur bei Starkwind erreicht. Bei halber Windgeschwindigkeit fällt die Leistung auf ein Achtel herab. Bei Windstille ist die Leistung Null. Die installierte Leistung wird also nur selten erreicht. Man hofft im Jahresmittel auf eine Leistung bis zu 45 % der installierten Leistung. Wenn das erreicht wird, produziert Riffgat im Jahr knapp 400.000 Megawattstunden (MWh) oder 400 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom.

    Fass ohne Boden
    Offshore-Strom wird nach dem unsozialen EEG mit 15 Cent/kWh 15 Jahre lang vergütet. Es kann auch eine Vergütung von 19 Cent/kWh für 9 Jahre gewählt werden. Vergütungszuschläge gibt es noch für Windparks mit größerem Abstand von der Küste und/oder in tieferem Wasser. Der Transport des Stromes durch das Meer ans Land zum nächsten Umspannwerk kostet weitere 5 Cent/kWh, die zusätzlich zur Einspeisevergütung nach dem EEG fallen. Sie werden als Netzkosten vom Stromverbraucher getragen.

    Haste ma ’n Euro?
    Offshore-Strom kostet einschließlich des Transports an Land 20 bis 24 Cent/kWh. Mit Mehrwertsteuer sind es dann 24 bis 29 Cent/kWh. Riffgat belastet bei einer Erzeugung von 400 Millionen kWh den Stromkunden mit 80 Millionen Euro pro Jahr. Das ist 1 Euro pro Einwohner und sicher zu verschmerzen. Doch Riffgat ist nur der Anfang. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die Offshore Kapazitäten auf 10.000 MW ausgebaut werden. Das ist 100- Mal mehr als Riffgat. Und jeder Einwohner in Deutschland wird dann mit hundert Euro Mehrkosten pro Jahr für Offshore-Strom belastet. Davon erscheint etwa ein Drittel auf seiner Stromrechnung. Den Rest bezahlt er über höhere Preise für Waren und Dienstleistungen.

    Extreme Stromschwankungen
    Nach Karl Linnenfelser und Rolf Schuster: Der durch das EEG-Gesetz vorrangig geförderte Ausbau der Fotovoltaik und Windenergie in Deutschland mit aktuell ca. 65 000 Megawatt installierter Nennleistung hat eine Größenordnung erreicht, die massiven Einfluss auf die Netzstabilität und die Gestaltung des Strompreises ausübt. Trotz des starken Zubaus regenerativer Stromerzeugungs-Anlagen ist der konventionelle Kraftwerkspark unverzichtbar, da besonders in den Wintermonaten zeitweise über mehrere Tage nur wenige Hundert MW an Einspeiseleistung aus Fotovoltaik- und Windenergie-Anlagen zur Verfügung stehen. Ein verlässlicher ‚Stromsockel‘ bleibt auch in den Sommermonaten ein Wunschtraum. Zudem müssen hohe Leistungsspitzen mittels Drosselung der Leistungsabgabe des Kraftwerksparks, Drosselung von Fotovoltaik- und Windenergie-Anlagen oder durch Stromexport kompensiert werden. [2]

    Größter Preistreiber
    ‚Offshore-Strom wird zum größten Preistreiber in Deutschland‘ sagt Heinrich Duepmann, Vorsitzender von der Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V. www.naeb.info . ‚Und alle im Bundestag vertretenden Parteien stehen hinter dieser von Ideologie geprägten Umverteilung von unten nach oben. Sie geben uns keine Wahlmöglichkeit. Wir müssen uns nach realistischen Parteien umschauen.‘

    Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
    Vorsitzender des Beirats NAEB e.V.

    Quelle:
    [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Riffgat
    [2] www.eike-klima-energie.eu/news-cache/an-alle-abgeordneten-des-deutschen-bundestages-das-eeg-erzeugt-keinen-energiewirtschaftlichen-nutzen-bei-der-versorgung-deutschlands/
    Dieser Pressetext ist frei verwendbar. Es werden keine Lizenzbeträge beansprucht.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_für_Presseverleger

    NAEB Nationale anti-EEG Bewegung e.V.
    Heinrich Duepmann
    Forststr. 15

    14163 Berlin
    Deutschland

    E-Mail: Heinrich.Duepmann@NAEB.info
    Homepage: http://www.NAEB.de
    Telefon: 05241 740 4728

    Pressekontakt
    NAEB Nationale anti-EEG Bewegung e.V.
    Hans Kolpak
    Forststr. 15

    14163 Berlin
    Deutschland

    E-Mail: Hans.Kolpak@NAEB-EEG.de
    Homepage: http://www.NAEB-EEG.de
    Telefon: 05241 740 4728

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    wurde gebloggt am 9. September 2013 in der Rubrik Umwelt - Energie
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